Rückblick auf das Jahr 2002

+++ JES special IV +++

"This is heartcore!" so lautete das Motto des Jugendeinführungsseminars-Special der Geistlichen Gemeindeerneuerung in der EKHN. Dies Vertiefungsseminar fand am Anfang der Herbstferien, vom 27. September bis zum 1. Oktober in Gernsheim statt. Aus Wehrheim waren Peter Bergmann, Astrid Hahnel und Benjamin Kurz dabei. Diese Tage enthielten viele Herausforderungen und kreative Impulse. Selbst Michael Schumacher zeigte uns wie wichtig es ist, das man weiß wie ein Auto fährt. Dies wurde dann benutzt, um zu zeigen, was für ein Leben als Christ wichtig ist. Besonders eindrücklich war auch ein "Gebetsgarten", bei dem man Aussagen der Bibel mit allen Sinnen spüren konnte.

+++ Grundkurs 2002 in Hohensolms +++
Nach dem Adventsspiel auf dem Wehrheimer Weihnachtsmarkt, der Jungscharweihnachtsfeier und dem Krippenspiel am Heilig Abend hatten sich die Jungscharmitarbeiter redlich ihre Weihnachtsferien verdient. Doch schon vor dem Ende der Ferien ging für einige das Lernen wieder los. Jugendreferent Peter Bergmann konnte am 4. Januar singen: „Hab den Wagen vollgeladen, ...“ als er mit gut gefülltem Gemeindebus Richtung Hohensolms fuhr. Dort fand auch dieses Jahr wieder der Mitarbeitergrundkurs statt. Nach zwei Jahren Praxiserfahrung waren diesmal fast alle Mitarbeiterinnen der Mädchenjungschar mit dabei. Aber auch ein paar Mitarbeiter der Jungenjungschar waren wieder mit. Neben aller Anstrengung und Konzentration gab es aber auch immer wieder Zeiten des Ausruhens – und auch die Meditationsworkshops waren gut besucht. So gerüstet konnten die Gruppen nach den Ferien wieder gut starten.

 

+++ Action & Pur in Südfrankreich +++
Vom 29. Juli bis zum 9. August fand in Saintes Maries des la Mer die Sommerfreizeit der Evangelischen Jugend Wehrheim statt. 14 Jugendliche und 3 Mitarbeiter waren mit 2 Kleinbussen in Südfrankreich. Dort wurde in 4 Zelten auf einem Campingplatz direkt am Mittelmeer übernachtet. Deshalb stand ein Strandbesuch jeden Tag auf dem Programm. Dort wurden dann Leute eingegraben, Beachvolleyball gespielt oder mit den Schlauchbooten gegen die ´Wellen gekämpft. Es gab auch einige Ausflüge. Der Pont du Gard, Les Baux in den Alpillen und er Besuch von Arles waren größere Touren. Die nähere Umgebung wurde mit dem Fahrrad oder Kanu erkundet. So konnte die wunderbare Natur in der Carmargue am besten wahrgenommen werden. Die Flamingos, die weißen Pferde und schwarzen Stiere beeindruckten alle.

Weiter Höhepunkte waren die obligatorische Strandolympiade, die von Claudia Eberhardt und Andreas Thorisch vorbereitet wurde und ein Besuch in der Stierkampfarena von St. Maries. Dort zeigten einige Franzosen Ihren Mut und ihre Geschicklichkeit im Umgang mit "wilden" Stieren.
Die Bibelarbeiten orientierten sich dieses Mal an dem Heft "PUR" vom Bibellesebund (www.bibellesebund.de). Dieses Heft war eine gute Hilfe, um sich in der Bibel zurecht zu finden und sie zu verstehen.

Am Freitagmorgen endete die Freizeit dann mit einer Urkundenübergabe in Wehrheim, bei der jeder Teilnehmer für besonders erfolgreichen Einsatz in verschiedenen Bereichen geehrt wurde. So ging auch diese Freizeit zuende. Die nächste Sommerfreizeit wird wahrscheinlich wieder mehr in den Norden führen.

+++ Sommerfreizeit in der Heide +++

21 Personen waren vom 28. Juni bis zum 6. Juli unterwegs in der Lüneburger Heide. Wie im letzten Jahr, so war auch dieses Jahr das Freizeitheim im Heidedorf Lehringen der Ort, von dem aus 16 Kinder und 5 Betreuer der Evangelischen Kirchengemeinde Ausflüge und Aktionen in der Heide unternommen haben. Trotz des nicht optimalen Wetters konnten alle Aktionen durchgeführt werden. Auf dem Programm standen neben dem WM-Finale eine Kutschtour & Wanderung bei Wilsede, eine Kanutour auf der Aller, ein Schwimmbadbesuch und ein Besuch des Serengetiparks.
Es wurden aber natürlich auch Aktionen am Haus und im Gelände durchgeführt. Geländespiele. Basteln, Lagerfeuer mit Stockbrotbraten, Fußball, Volleyball, Frisbeespiele. Es war ein buntes Programm. Inhaltlich trug die Freizeit den Namen Daniel-Lager. So wurde in 6 Andachten die ersten 6 Kapitel des Danielbuches durchgearbeitet. Immer wieder kam dabei auch das Gespräch auf ein anderes Thema: "Was würde Jesus tun?" Dieses Thema brachte manchen Teilnehmer zu nachdenken.

+++ Gespensterfreizeit im Westerwald +++

Vom 8. bis zum 10. März fand in der Nähe der Burg Greifenstein die Jungscharwochendfreizeit statt. Schon in den Wochen vorher war „Das kleine Gespenst“ von Otfried Preußler immer wieder in der Jungschar aufgetaucht. Ängste abzubauen war das Ziel. Gespenster sollen ja auf Burgen leben – deshalb stand auch eine Führung durch die Burg Greifenstein auf dem Programm. Auch ein Nachtspiel sollte diesem Ziel dienen. Die „Burg Geisterstein“ musste aufgebaut werden. Als Kontrapunkt gegen die Ängste vor Geistern wurde dann auch ein Gottesdienst mit dem Thema: „Heiliger Geist“ gefeiert.

 

+++ Die Händler von Wehrheim +++

Auch dieses Jahr fand auf dem Ostermarkt wieder das Spiel: Die Händler von Wehrheim statt. Zwei Teams kämpften darum, wer den meisten Gewinn in 1,5 h sich erarbeitete. Das Altersspektrum reichte von 7 bis zu 12 Jahren. Trotzdem, dass es draußen ziemlich kalt, zum Glück aber trocken war(Gott sei Dank!), hatten die Teilnehmer wieder einmal viel Spaß bei diesem Spiel. Nur den Mitarbeitern wurde es mit der Zeit etwas kalt.

 

+++ Mädchen spielen Fußball +++

Mädchen können das auch! So ist das. Deshalb gehen wir bei gutem Wetter auch ab und zu raus und spielen z.B. Fußball. Aber auch an Indiaca und Volleyball haben wir uns schon versucht. Wenn es allerdings ganz besonders warm wird, gehen wir auch mal ins Freibad. Dort hält man es dann besser aus.

 

+++ Kigo-Tag 2002 +++

Insgesamt 34 Leute fanden sich am 3. November im Gemeindehaus in Wehrheim zusammen um miteinander den Kigotag 2002 zu feiern. Gestartet wurde mit einem großen Spieleparcour, bei dem jeder auf seine Kosten kommen konnte. Kicker, Carrom, Billard aber auch Mühle und Zublinzeln fanden begeisterte Mitspieler. Vor dem Mittagessen ging es dann noch um Paulus und Silas, die selbst im Gefängnis in Philippi, eingesperrt im Block, auf Gott vertraut haben, ihn lobten. Nach dem Mittagessen (Maultaschen in der Brühe und Wackelpudding als Nachspeise) wurde gebastelt. Auch hier hatten die Kinder viele Möglichkeiten. So wurden Regenstäbe, Postkarten, oder Origamifiguren angeboten. Um 14.30 Uhr war wieder Schluss und die Kinder aus allen Wehrheimer Ortsteilen wurden wieder von Ihren Eltern abgeholt.

+++ Gottes Spuren entdecken +++

"Was muss ein Indianer können, wenn er jagen will? Er muss Spuren lesen können!" Diese Aussage brachte die Kinder im Kindergottesdienst dazu einmal darüber nachzudenken, wie man die Spuren Gottes entdecken kann. Der Gottesdienst fand allerdings nicht wie gewöhnlich in der Wehrheimer Kirche statt, sondern in einer Kirche im Hessenpark.
Nach dem Nachdenken wurde es dann auch praktisch. Es galt einer Spur aus Sägespänen zu folgen die quer durch den Hessenpark zum Gottesdienst im Grünen führte. Pünktlich zum Gottesdienstende kamen dann die Kinder dort bei ihren Eltern an.

 

+++ Fackelwanderung zum Reformationstag +++

Reformationstag feiern? In Wehrheim und anderswo waren am 31. Oktober viele Kinder unterwegs. Etliche mit dunklen Verkleidungen. In Wehrheim gab es aber auch noch etwas anderes. Eine Fackelwanderung in Erinnerung an den Reformationstag. Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther seine 95 Thesen an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg. Mit dieser Aktion wollte Luther Licht bringen in die in die finstere Situation der Kirche damals. Am 31. Oktober 2002 um 17.30 Uhr sammelten sich einige Familien um ca. 20 Fackeln und zogen durch den Ort zum Bügel, einem Hügel über Wehrheim. Dort wurde gesungen und an die Ereignisse in Wittenberg gedacht. Nach einer kleinen Pause und Stärkung ging es wieder zurück zur evangelischen Kirche. Alle Beteiligten hatten viel Spaß dabei und meinten: "Das machen wir wieder!"

+++ Jugendgottesdienst: Respekt +++

Nach einigen Jahren Pause fand wieder ein Jugendgottesdienst in Wehrheim statt. Er wurde in der Hauptsache von Konfirmanden gestaltet und ein paar Erwachsenen gestaltet. Das Thema sorgte schon in der Vorbereitung für manche gute Gespräche und so wurde auch im Gottesdienst Raum für Statements zum Thema gegeben. Der Gottesdienst hat allen Beteiligten viel Spaß gemacht. Deshalb soll es auch in Zukunft weitere Jugendgottesdienste geben. Wer sich bei weiteren Jugendgottesdiensten beteiligen möchte meldet sich bitte bei Peter Bergmann, Tel. 982334.

+++ Adventskalender - Mitmachkonzert mit Uwe Lal +++
Alle Türen im riesigen Adventskalender auf einmal aufmachen durften die Kinder beim Adventskalender-Mitmachkonzert mit Uwe Lal in der evangelischen Kirche. Die vier Kerzen am Adventskranz wurden ebenfalls nach und nach angezündet. Vivian durfte die erste Kerze aus dem Kalender holen, der in Form eines großen Hauses aufgebaut war. Nach dem zweiten Türchen wurden die Kinder und ihre Eltern willkommen geheißen mit dem "Wehrheimer Begrüßungslied". Wie im Verlauf des gesamten Konzerts, gelang es dem Liedermacher, die Kids in das Geschehen mit einzubeziehen und in Bewegung zu halten - so viel Bewegung, wie sie die alte Kirche wohl lange nicht mehr gesehen hatte. Nach und nach durften die Kleinen nach vorne kommen und mit Hilfe von Renate Horn oder Monika Bergmann von der Kindergruppe Mi-Mi-Max interessante Dinge aus den beleuchteten Türen holen: Ein Nikolauskostüm, mit dem der Nikolaus angezogen wurde - natürlich für den 6. Dezember, ein Wecker, mit dem das Bewegungslied eingeleitet wurde, ein kleines Geschenk, das die Erwartung auf Weihnachten ausdrücken sollte, eine Schatzdose, die die Fantasie anregen sollte, und vieles mehr. Die Spannung wurde größer und als ein Überraschungsei zum Vorschein kam, wurden die Kinder auf die Folter gespannt. Das dazu passende Lied hieß: "Ich kann nicht mehr warten" und drückte die Stimmung in der Vorweihnachtszeit aus. Der müde Holzwurm Wurbel, der Vieles "verpennert", war bei der Geburt Jesu in der Krippe dabei und hellwach.

Er erzählte den Kindern die Weihnachtsgeschichte und von den Hirten und Engeln, die das Christkind besuchten. Aus dem Kalenderhaus kam dann ein Weihnachtsstern und alle sangen: "Alle Ehre sei Gott im Himmel". Als nach den Babyschuhen als nächstes ein riesengroßer, gemalter Fußabdruck zum Vorschein kam, machte der Kinderliedermacher aus Lüdenscheid klar, was sich schon vorher andeutete: "Der große Gott macht sich in der Geburt seines Sohnes ganz klein." Beim 24. Türchen wurde es richtig spannend: Dahinter war hell erleuchtet die Heilige Familie zu sehen und die Kinder versuchten am Ende, so nahe wie möglich herankommen, um alles genau sehen zu können.

Durch die Kirche klang es zunächst immer lauter und dann ganz leise: "Endlich ist es nun so weit, es kommt die schöne Weihnachtszeit". Bis es allerdings so weit ist, werden die Kinder genügend Zeit haben, zu Hause an jedem Tag ein Türchen an ihrem eigenen Kalender zu öffnen. Uwe Lal, den Kindern schon von einem Mitmachkonzert im vergangenen Jahr bekannt, ist es gelungen, mit seinen selbst geschriebenen Liedern den Kids den Sinn von Weihnachten und die Besonderheit der Adventszeit nahe zu bringen.

"Leuchte, kleiner Stern" - Weihnachtsmusical der Mi-Mi-Max Kindergruppen - v. Gerrit Mai
"In der Hektik der Vorweihnachtszeit ist kein Leuchten unter den Menschen", stellten die Kinder fest, die ihren Weihnachtsbaum mit Sternen schmücken wollten. Dabei kamen sie auf die Himmelskörper zu sprechen und auf die Geschichte, die der Inhalt des Musicals "Leuchte, kleiner Stern", in der evangelischen Kirche war: Der kleine Stern hatte seine Leuchtkraft verloren und der "Professor der Allwisserei", den er gemeinsam mit seinen Sternenfreunden aufsuchte, konnte nur einen Rat geben: "Du musst einen glücklichen Menschen finden, dann wirst du deine Leuchtkraft wieder erhalten". Die Sterne brauchten nicht lange zu suchen, denn sie blickten direkt nach Bethlehem, auf Maria und Josef und deren glückliches Strahlen, als ihnen ein Sohn geboren wurde. Die waren glücklich, obwohl das Kind in einem Stall geboren worden war und Jesus in eine Krippe gelegt werden musste. Als der kleine Stern diese Freude wahrnahm, kam seine Leuchtkraft wieder. "Es ist ein tolles Gefühl, ich bekomme wieder Kraft". Die Hirten tanzten um die Krippe und die Engel leuchteten und sangen ein kräftiges "Gloria".

"Jesus ist gekommen, um unser Leben hell zu machen", erklärte Pfarrer Hans Ulrich Jox das, was vor über 2000 Jahren im Stall von Bethlehem geschehen war. " Gott möchte uns selber zum Strahlen bringen". Die Begeisterung der über 40 Kinder zwischen vier und dreizehn Jahren, die das Kindermusical aufführten, konnten die Besucher, die zahlreich zum Familiengottesdienst gekommen waren, spüren. Da klagte der kleine Stern singend sein Leid, da sangen Maria und Josef in klaren Tönen ihre Geschichte, die Hirten tanzten und die Engel brachten Licht in die Kirche.
Der Chor der Kinder sang "Leuchte, leuchte, kleiner Stern" und begleitete das Musikspiel mit seinen Liedern. Viel Arbeit hatten sich die neun Mitarbeiterinnen der Kindergruppen Mi-Mi-Max und zahlreiche weitere Helfer gemacht, um dieses schöne Musical, geschrieben vom Liedermacher Siegfried Vietz, auf die Beine zu stellen. Die Kanzel und die Sakristei waren in einen blauen Sternenhimmel verwandelt worden und die Kostüme in großer Vielfalt allesamt selbst genäht. Die Kulisse stammte aus Osnabrück, der Heimat von Renate Jox, die die Idee des Musicals von dort mit nach Wehrheim gebracht hatte. "Es ist speziell für kleine Kinder geschrieben", erklärte Renate Jox. Und die waren am Ende restlos begeistert.
Das war das Jahr 2002

 

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